Kapitalismus im Endstadium - Teil 3
Teil 3
Wie soll es weiter gehen? Was ich tatsächlich überall vermisse? Eine ausformulierte Idee, wie die Welt besser werden kann. Die Frage wird tatsächlich häufig gestellt, keiner scheint eine Antwort darauf zu haben. Woran liegt es?
[ Hinweis: Alle 3 Texte sind alles andere als ‘lieb’. Wer mit teils drastischen Worten nichts anfangen kann, liest bitte etwas netteres. ]
kleiner Rückblick
Erinnern wir uns ein Stück zurück, als die Piratenpartei in den 2010er Jahren einen gefühlten Durchmarsch durch alle Instanzen zu haben schien. Im Grunde zuerst zwar nur eine Partei für den Datenschutz, aber im Prinzip eine Partei mit verdammt viel Potential, diese Gesellschaft von Grundauf zu erneuern. Der Gedanke einer sogenannten Schwarmintelligenz ist nach wie vor nicht von der Hand zu weisen, nur sind die derzeitigen Voraussetzungen hierfür schlicht und einfach nicht gegeben. Der Gedanke an eine sogenannte “Startrek-Zukunft” ist auch kein schlechter. Natürlich ist es Sience Fiction, aber wie vieles daraus gibt es heute tatsächlich?
Bis heute treibt die Presse nicht das Spiel mit AfD und Co., welches sie damals mit den Piraten getrieben hat. Sie wurden als eine sogenannte “Ein Themen Partei” bezeichnet, wohlwissend, dass da noch viel mehr war. Irgendwann waren die Piraten die getriebenen, die ein vollständiges Wahlprogramm erstellen mussten, trotzdem war es nur die Partei für den Datenschutz.
Komisch nur, keine andere Partei musste so die Hosen herunterlassen wie die Piraten damals. Bis heute nicht. Die Presse verstand damals schlicht und einfach nicht, dass Politik auch anders gemacht werden kann. Das setzt sich bis heute fort. Die Presse hat es bis heute nicht verstanden! Sie fasst viel lieber eine AfD mit Samthandschuehen an, da weiß man wenigstens woran man ist, die machen ja Politik auf altbewährte Art und Weise.
Leider, leider haben sich die Piraten am Ende selbst zerstört. Hervorgerufen durch sogenannte Linke Extremisten, die sich mit der Attitüde “Antifa” schmückten. Sie bereiteten insbesondere der AfD den Weg in die Zukunft, weswegen ich diese sehr laute Gruppierung eher dem rechten Spektrum zuordne. Allein aus diesem Grund bin ich und werde nie sein - Antifa - ich bin Antifaschist. Ich habe das schon mehrfach kommentiert und werde das Thema jetzt nicht erneut aufgreifen.
zurück zum Heute
Denke ich an Morgen, bekomme ich Depressionen. Tatsächliche und echte Depressionen. Das hat nicht nur mit meiner aktuellen Situation zu tun, es ist tatsächlich ein großer Anteil der momentanen gesellschaftlichen Entwicklung, die das bei mir auslösen. Die Welt ist an einem Punkt angekommen, der sich nicht mehr ohne weiteres rückgängig machen lässt. Die Schere zwischen arm und reich ist inzwischen so weit auseinander gegangen, das beide Enden inzwischen in ihren eigenen Realitäten leben. Während die reichsten unter den Reichen meinen sich alles erlauben und kaufen zu können, ist der Rest der Welt damit beschäftigt ihren Lebensunterhalt zu gewährleisten.
Das Problem ist, die Sicht auf die Welt wird durch Superreiche gewissermaßen vernebelt. Sie haben das Geld um Meinung manipulieren zu können. Sie können es sich sogar leisten Wissenschaft zu manipulieren. Sie können sogar Staaten zum Zusammenbruch bringen. Alles was “denen” nicht genehm ist, kann zerstört, mindestens jedoch manipuliert werden. Und die Demokratien auf dieser Welt, die Gesellschaften, lassen sich so vor deren Karren spannen und spielen dieses Spiel mit.
Denn was hat denn heute einen Wert? Wenn jemand, so wie ich vielleicht, versucht in die Tiefe zu gehen mit dem Versuch Probleme zu erkennen und zu dokumentieren, geht das den meisten an die Substanz. Vielleicht sind meine Worte nicht gut genug gewählt, die meisten benötigen Triggerwarnungen oder sogar Schutzräume, damit man nur ja nicht mit der Realität konfrontiert wird, geschweige denn sich damit auseinandersetzen muss. Die Gesellschaftlichen Probleme lassen sich aber nicht mit wenigen Worten beschreiben, die Historie, die zu den aktuellen Problemen geführt hat, ist wesentlich größer. Die Geschichte ist voll von Ereignissen, die Auswirkungen auf die jeweilige Zukunft hatten. Die Gesellschaft in der wir heute leben, hat heute alle Gründe bei diesen Themen nicht in die Tiefe gehen zu müssen. Sie wollen lediglich oberflächliche oder übertriebene Informationen zum besten geben. Denn jeder kann diese in gewisser Weise zu Geld machen. Klicks = Profit! Wobei sich der Profit nicht unbedingt monetär auszahlen muss. Es genügt inzwischen der Hype um eine Person, welche dann in “Relevanz” abgerechnet wird. Die meisten schreiben vielleicht später ein Buch und versuchen dann so ihren einfältigen Erfolg zu monetarisieren. Likes sind die neue Währung, nicht der Wille etwas zum positiven verändern zu wollen. Man nennt das Aufmerksamkeitsökonomie.
Inzwischen bin ich der Meinung, es braucht keine Partei in dem Sinne. Es genügt eine Wählerbewegung, unter deren Fahne man wählen gehen kann. Es braucht keinen Kommunismus nach den Maßstäben eines Marx und Engels. Der Weg mit dem Kampf des Proletariats hat sich als nicht begehenswert erwiesen. Wir benötigen aber auch keinen Liberalismus. Der Begriff steht für mich für “den Problemen ausweichen”. Da wird nichts aktiv beackert, man wartet da am liebsten so lange, bis die gebratene Taube in den Mund fliegt. Etwas “Christliches” braucht es schon gar nicht. Eine Märchenunion, so wie heute, kann ersatzlos gestrichen werden. Es braucht keinen Rassismus, keine Vorurteile, keinen Anarchismus und was es alles so an bewegten Strömungen gibt.
Stelle ich mir eine zukünftige Demokratie vor, dann steht an erster Stelle “Transparenz”, welche nicht nur vorhanden sein muss, sie muss gelebt werden. Überall! Aber wie erreicht man das?
Eine Demokratie in der jedes Individuum die selben Rechte und Pflichten hat. Ein System, in der alle gleichermaßen verpflichtet sind ihren Beitrag am Gemeinwohl zu tun. Keiner ist besser, keiner ist schlechter.
Eine Demokratie also, die auf Augenhöhe funktioniert.
Geht so etwas?
Glaubt einer von Euch an einen Selbstheilungsprozess? Meint ihr es gäbe irgendwann mal eine Mehrheit dafür, freiwillig auf einige Dinge (Mehrzahl!) zu verzichten, was einem lieb geworden ist? Einbußen und Verluste hinzunehmen, sei es an Macht, Status, Geld?
Ein “weiter so” kann es nicht geben, ich glaube dessen ist sich jeder bewusst. Ein stetiges Wirtschaftswachstum kann es auch nicht geben, die Ressourcen der Erde sind endlich. Es sei denn man handelt mit Luft, so wie an den Börsen der Welt.
Alle Welt scheut sich das Wort “Krieg” in den Mund zu nehmen. Ich tue es. Weil in meinen Augen alles danach aussieht, dass es einen 3. Weltkrieg geben wird. Denn das Problem ist nämlich, er muss von denen ausgelöst werden, bei denen sich heute das Geld konzentriert. Ansonsten werden nämlich genau jene - nach dessen Ende - wieder einen Sündenbock haben, auf den man zeigen kann. Sei es Sozen, Grüne, Linke what ever. Ist es aber das Kapital gewesen, werden sie ganz sicher sehr kleinlaut bleiben. Denn wer möchte denn “bestraft” werden, das zugelassen zu haben?
Wer sollte denn das alles sonst heilen? Gerichte und Rechtsanwälte etwa? Bei deren Korinthenkackerei ist nichts zu erwarten. Da herrscht kein geunder Menschenverstand. Regierungen etwa? So wie eine CDU/CSU? Die bedienen lieber ihre eigene Klientel. Die Grünen, die Linke oder Piraten, denen würde ich das schon eher zutrauen. Das Terrain ist da leider sehr vergiftet. Denen müsste dann schon wirklich mal etwas in Sachen Argumentation einfallen, dass einfach nur selbsttragend wäre. Das wäre Arbeit über Generationen, allein nur Veränderungen herbeizuführen. Der Planet hat diese Zeit nicht. Gut, der Planet hätte diese Zeit, dann aber ohne Gesellschaften.
Und dann würde das nur lokal beginnen. Kein weiterer Statt würde sich beteiligen. Denn erst wenn sie sehen, dass Deutschland hier als Vorbild gelten könnte, wären vermutlich eine Anzahl an Gesellschaften bereit diesen Weg ebenso zu gehen. Aber auch bei denen existieren Paralelgesellschaften. Also jene mit Geld in der Hand. Sie würden alles versuchen das zu unterbinden. Ich sag mal so, Kuba ist hier das Vorbild, wie mit der Angst vor dem Kommunismus umgegangen wurde. Die Amis und deren CIA haben sogar darüber nachgedacht Lansdleute zu ermorden, um einen Grund zu haben in Kuba einfallen zu können.
Deswegen, es steht Demokratie dran, ist aber eine drin? Ich traue denen nämlich nicht. Blöd, nicht wahr?
Kommentare
Falls ihr welche loswerden wollt, per Mail oder Bluesky.
SocialMedia
[ Kopieren, auf Social-Media einfügen, absenden. Es kann so einfach sein. ]
Bilder
Links
[ Links: Heute keine. ]