A

Aufmerksamkeitsökonomie

theorie

Gesellschaftliches und mediales System, in dem Aufmerksamkeit zur zentralen Ressource geworden ist. Sichtbarkeit, Empörung, Konflikte und emotionale Reize erzeugen Reichweite und damit wirtschaftlichen oder politischen Wert. Inhalte werden dadurch zunehmend nicht nach gesellschaftlicher Relevanz, sondern nach ihrer Fähigkeit zur Aufmerksamkeitsbindung bewertet.

Auch bekannt als: Aufmerksamkeitsoekonomie

B

Besitzmonotonie

theorie

Zustand, in dem individuelle Freiheit und Persönlichkeit über standardisierte Konsumgüter ausgedrückt werden sollen, obwohl diese selbst weitgehend uniformiert und funktional austauschbar sind.

Vorkommen:
  • Noch kein direkter Artikelverweis.

I

K

Konservativ

theorie

Konservative ergötzen sich daran, ‘etwas erhalten zu haben’. Nur geht es meist nicht um Werte, sondern um ihren geistigen Aggregatzustand. Das Wissen, das Weltbild, die Gewohnheit - alles soll bleiben.

Auch bekannt als: Konservative

L

Linkshirnverwirrt

theorie

Akteure der ‘Dogmatischen Linken’ (z.B. bestimmte Strömungen innerhalb der Antifa [Nicht Antifaschismus - Unterschied!], oft als Schwarzer Block), die sich als links verstehen, jedoch mit autoritären, strukturell rechten Handlungsmustern agieren. Diese Strömung handelt immer autoritär, selbst wenn sie sich als emanzipatorisch bezeichnet. Moral entsteht aus der ‘richtigen’ ideologischen Position, nicht aus konkretem Handeln.

N

O

R

Realitätsmechanik

theorie

Zwei Menschen können dieselben Zahlen lesen, dieselben Bilder sehen, dieselben Ereignisse erleben - und am Ende zu völlig unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen. Nicht unbedingt, weil einer lügt. Sondern weil Menschen Realität niemals direkt erfassen. Sie konstruieren sie. Genau dort beginnt die Realitätsmechanik.

Auch bekannt als: Realitaetsmechanik

S

Systemrelevanz

theorie

Industriezweig oder Bank, dessen Relevanz ausschließlich behauptet wird - bevorzugt mit Verweis auf frühere Erfolge. Zu alt zum Scheitern, zu unbeweglich für Fortschritt. Der reale Nutzen ist inzwischen obsolet; der wirtschaftliche Zweck beschränkt sich auf Kapitalerhalt und Geldgenerierung. Verluste werden in jedem Fall vergesellschaftet.

T

Technologieoffen

theorie

Politischer Euphemismus für das bewusste Aufschieben konkreter Entscheidungen unter Verweis auf zukünftige technische Lösungen. Übersetzt bedeutet ‘technologieoffen’ häufig: ‘Wir machen erst einmal gar nichts und hoffen, dass irgendwann ein Wunder geschieht.’

Auch bekannt als: Technologieoffenheit

Transparenzdefizit

theorie

Mangel an nachvollziehbarer Offenheit staatlicher, wirtschaftlicher oder institutioneller Entscheidungen, der gesellschaftliches Misstrauen, Spekulation und Verschwörungsdenken begünstigt.

Vorkommen:
  • Noch kein direkter Artikelverweis.

U

V

W

Wirtschaftsextremismus

theorie

Ideologische Haltung, bei der wirtschaftliche Interessen, Marktlogik und Renditeerwartungen systematisch über soziale Stabilität, demokratische Kontrolle, ökologische Grenzen oder menschliche Bedürfnisse gestellt werden. Gesellschaftliche Schäden gelten dabei als akzeptabler Preis wirtschaftlicher Verwertung.

Vorkommen:
  • Noch kein direkter Artikelverweis.

Z